Das verflixte siebte Jahr!
Sieben Jahre ist es her, dass wir unser Vereinsheim an der Rudolf-Diesel-Straße in Meerbusch-Osterath beziehen durften. Für viele unserer heutigen Mitglieder ist es längst selbstverständlich – einige kennen aber noch die Zeit davor.
Viele Jahre probten wir in einem Pfarrsaal in Düsseldorf-Angermund. Doppelbelegungen, fehlende Lagerflächen und unsere über einen Umkreis von fast 100 Kilometern verteilten Bühnenbilder und Kostüme wurden mit dem Wachstum des Vereins zunehmend zum Problem.
Also entstand eine Idee, die anfangs von einigen noch als Größenwahn belächelt wurde: ein eigenes Vereinsheim.
Auf der Mitgliederversammlung 2018 kündigte unser Gründer Timo White schließlich selbstbewusst an, dass die ersten Proben für „9 to 5“ bereits im neuen Vereinsheim stattfinden sollten.
Die Suche beginnt
Von Bruchbuden bis zu ausrangierten Büroflächen wurde vieles besichtigt – in Krefeld, Mönchengladbach, Düsseldorf und Neuss. Schließlich wurden wir in Meerbusch fündig.
Eine ehemalige chinesische Bekleidungsfirma hatte dort Büro- und Lagerflächen hinterlassen: große, helle Räume, viel Platz und eine gute Verkehrsanbindung.
Am 23. August 2019 um 18:37 Uhr setzte der Vorstand seine Unterschrift unter den Mietvertrag. Und tatsächlich: Nur wenige Tage später fand dort das Kick-Off für „9 to 5“ statt.
Doch damit fing die Arbeit erst richtig an.
Aus Gewerberäumen wird ein Vereinsheim
Nutzungsänderung, Lärmschutz, Brandschutz, neue Fluchtwege und Schallschutz – plötzlich gehörten Gutachten und Behördentermine zum Vereinsalltag.
Eine riesige Unterstützung war dabei unsere Monika Owart. Als Architektin begleitete sie die baulichen Maßnahmen und führte die Gespräche mit den Ämtern. Ohne ihre Hilfe wären wir im Beamtendeutsch vermutlich verloren gegangen.
Nach dem grünen Licht wurde gebaut: Durchbruch, Feuertreppe, neuer Fußboden, Regale und frisch gestrichene Wände.
Eine besondere Rolle spielte unser damaliger Choreograf James Michael Atkins. Während der Pandemie wurde er kurzerhand zu unserem „Handy-Man“ und stemmte einen Großteil der Renovierungsarbeiten nahezu alleine. Eine Wahnsinnsleistung!
Dann kam Corona
Dass die Pandemie so lange dauern würde, hätte niemand erwartet. Fixkosten für das Vereinsheim, Umbaukosten und gleichzeitig kaum Einnahmen – diese Kombination hätte uns beinahe das Genick gebrochen. Kaum waren die Hallen für die Proben startklar - Lockdown!
Wir hatten Glück. Sehr viel Glück.
Wir haben diese Zeit überstanden.
Sieben Jahre später
Heute verfügt unser Vereinsheim über große Probenflächen, eine lange Spiegelfront, einen Barbereich, Kostümfundus und Lagerflächen – und für die heißen Probentage mittlerweile sogar über eine Klimaanlage.
Und fertig sind wir trotzdem nie. Es wird weiter gebaut, investiert, sortiert und optimiert.
Denn aus einer Idee, die einmal als Größenwahn belächelt wurde, ist längst das Zuhause unseres Vereins geworden.
Auf die nächsten sieben Jahre!
Beitragsinfos
Veröffentlicht am 17. August 2026 von Timo White






























